
Die Zeit als Bürgermeisterkandidat ist sehr intensiv und geprägt von viel Hintergrundarbeit, Gesprächen und Terminen. Heute hatte ich ein besonderes Privileg, denn Frau Gabriele Mundigl, die Leiterin des Seniorenzentrums Wartenberg, hat sich für mich Zeit genommen. Wir hatte ein sehr nettes und interessantes Gespräch über das Seniorenzentrum, die Bedürfnisse der Bewohner*innen und die Pflege im Allgemeinen. Es ist schön, ein so gut funktionierendes Seniorenzentrum in der Mitte Wartenbergs zu haben, mit kurzen Wegen zu Geschäften und Einrichtungen im Ortskern. Auch die Kooperation mit Vereinen ist sehr positiv. In den Jahren, in denen unser Sohn in den Kindergarten ging, durfte ich ihn auf dem Laternenumzug zum Seniorenzentrum begleiten, wo die die Kinder zusammen mit den Eltern und Senioren*innen im Innenhof gefeiert haben. Das hat sich sehr gut etabliert und ist eine super generationsübergreifende Veranstaltung.
Die angespannte Situation der ärztlichen Versorgung, vor allem der Hausärzte, ist ein Problem in Wartenberg. Da ist sich, glaube ich, jeder Kommunalpolitiker in Wartenberg einig. Das Problem wurde auch im Gespräch mit Frau Mundigl deutlich. Einige Senioren*innen sind z.B. auf Hausbesuche angewiesen, deren Gewährleistung oft schwierig ist. Einen Hausarzt nach Wartenberg zu bekommen, ist alles andere als einfach. Das wurde auch in der letzten Marktgemeinderatssitzung deutlich, die ich besucht hatte und von der der Erdinger Anzeiger mit dem Beitrag "Ein Orthopäde für Wartenberg" berichtet hatte. Für dieses wichtige Thema sollen sich alle Kommunalpolitiker, egal welcher Partei, mit konstruktiven Ideen einsetzen. Auch Ideen aus der Bevölkerung und von den Ärzten vor Ort sollten aufgenommen werden. Dazu ist ein gewisses Maß an Transparenz notwendig. Die Herausforderung ist, dass der Handlungsbedarf akut ist, Lösungen aber unbedingt langfristig und vor allem realisierbar sein müssen. Kurzschlüsse und Aktionismus sind hier meiner Meinung nach fehl am Platz. Es sollten alle Kommunalpolitiker gemeinsam an einem Strang ziehen. Dazu ist es notwendig, dass alle gut informiert werden, das Thema transparent behandelt wird und externe Beratung hinzugezogen wird. Ein guter Start wäre, eine parteiübergreifende Veranstaltung zu organisieren, zu der ansässige Ärzte, Ärztevereinigungen, die Klinik, Kommunalpolitiker, und interessierte Bürger*innen, hinzugezogen werden. Diese Veranstaltung soll aber unbedingt erst nach den Kommunalwahlen stattfinden, damit die Parteipolitik keine Rolle mehr spielt. Dafür werde ich mich, falls ich als Bürgermeister gewählt werde, einsetzen.