Bürgerbegehren in Isen zur Schule – Stellungnahme der Isener Grünen

Bürgerbegehren in Isen zur Schule - Stellungnahme der Isener Grünen

Zu allererst begrüßen wir das Engagement der Initiator*innen und die dadurch entstandene Bürger*innenbeteiligung. Diese wurde wohl auch notwendig, weil das Verfahren zur Schulsanierung insgesamt für die Bürger*innen nicht ausreichend transparent gestaltet wurde. Wir begrüßen, dass die Isener Bürger*innen sich jetzt mit dieser Frage auseinandersetzen und auch, dass das Thema nun eine breitere Öffentlichkeit erreicht.

Auch Lena und Florian Geiger haben sich im Frühjahr 2019 mit dem Initator zusammmen gesetzt und die nun zum Begehren vorgelegten Fragen diskutiert. Wir haben uns sehr intensiv mit der Frage Neubau an anderer Stelle oder Sanierung auseinandergesetzt.

Leider können wir dem Anliegen des Begehrens nicht zustimmen.

Der Vergleich Sanierung/ Neubau wurde in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung vom Architekturbüro geprüft und der Gemeinde vorgelegt. Die Regierung von Oberbayern als Aufsichtsbehörde hat diese Berechnung bestätigt, wegen der deutlichen Mehrkosten für den Schulneubau wurde eine staatliche Förderung final abgelehnt; im Klartext: die Gemeinde müsste die Kosten für einen Neubau komplett selber tragen.

Ein Neubau mit allen seinen Möglichkeiten für Schülerbeförderung, Sportmöglichkeiten und einem schönen neuen Schulhaus mit Erweiterungsmöglichkeiten ist NATÜRLICH isoliert betrachtet eine reizvolle Möglichkeit, mit einem großen Wurf viele Probleme aus der Welt zu schaffen.

Aber wir sind der festen Überzeugung, dass die Gesamtschau leider diesen Reiz in andere Relationen stellt und weit weniger attraktiv werden lässt.

Nachteilige Aspekte sind aus unserer Sicht:

Zusätzlich sind wir der Ansicht, dass eine Schule im Ortszentrum grundsätzlich positiv für die Gemeinde ist, weil die Schule so für mehr Schüler*innen fußläufig zu erreichen ist und dadurch unter Anderem den Hol- und Bringverkehr reduziert.

Weitere Maßnahmen zur Reduzierung und Ordnung des Verkehrs sind schnellstmöglich unter Einbeziehung vor allem der Eltern anzugehen.

Natürlich sehen wir die vielen positiven Aspekte eines Neubaus an einem neuen Ort. In der Gesamtsumme glauben wir, dass die höheren zu erwartenden Kosten diese gute Idee leider nicht in Erfüllung gehen lassen können.

Lena und Florian Geiger