Geschäftsordnungstricks und persönliche Angriffe – Florian Geiger zur Sitzung des Kreistags

Geschäftsordnungstricks und persönliche Angriffe - Florian Geiger zur Sitzung des Kreistags

Die gestrige Sitzung des Erdinger Kreistags endete sehr unerfreulich. Landrat Martin Bayerstorfer griff zu einem billigen Geschäftsordungstrick, um unwidersprochen eine umfangreiche Stellungnahme zum aktuellen Stand beim Frauenhaus abzugeben. Dabei griff er seine Kritiker*innen, die Ehrenamtlichen des Frauenhauses, das Ordinariat und den Träger teilweise massiv und ehrabschneidend an. Dann beendete er die Sitzung, ohne weitere Wortmeldungen zuzulassen.

Ich meine: Der Landrat hat Angst vor der Debatte. Er steht unter Druck. Er begleicht alte, offene Rechnungen. Seine Motivation lässt sich meines Erachtens auch daran ablesen, dass er sich im restlichen Teil der Sitzung gleich zwei Mal bemüssigt sah, auf "eigenmächtige Entscheidungen des Landrats" hinzuweisen. Dieser Vorwurf der grünen Fraktion im Zusammenhang mit der Kündigung des Frauenhaus-Trägers scheint ihm schwer im Magen zu liegen.

Leidtragende sind Frauen in Not, die nun mit der Unsicherheit leben müssen, ob und welcher Form sie im Landkreis Erding Zuflucht vor häuslicher Gewalt finden können und eine Institution, die den Frauen bisher genau diese Zuflucht gewährt hat.

Florian Geiger

Die Berichterstattung im Erdinger Anzeiger und Erdinger SZ können Sie hier nachlesen:

Bericht im Erdinger Anzeiger

Kommentar im Erdinger Anzeiger

Bericht in der Erdinger SZ

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