„Grün.Global.Gerecht“

"Grün.Global.Gerecht"

"Grün.Global.Gerecht" ist der Titel unserer öffentlichen Veranstaltung am Mittwoch, den 30. August, 20 Uhr im MayrWirt in Erding. Als Referenten haben wir Uwe Kekeritz, entwicklungspolitischen Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion eingeladen.

In den letzten 25 Jahren gab es große Entwicklungsfortschritte. Im Jahr 2015 lebten eine Milliarde Menschen weniger in extremer Armut als 1990, über zwei Milliarden Menschen mehr haben Zugang zu sanitärer Grundversorgung und zu sauberem Trinkwasser. Trotz enormer Fortschritte ist die Welt in den letzten Jahrzehnten aber auch ungerechter geworden.

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer, die soziale Spaltung der Gesellschaften schreitet voran – nicht nur in Entwicklungsländern. Immer noch leben rund 800 Millionen Menschen in extremer Armut und leiden Hunger. Die Agenda 2030 von New York und das Klima-Abkommen von Paris haben vor diesem Hintergrund einen Aufbruch mit klaren Zielen versprochen – und zwar für alle Länder, unabhängig von ihrem Entwicklungsstatus: Hunger und Armut weltweit abzubauen, Wohlstand gerechter zu verteilen und so zu wirtschaften, dass unsere Lebensgrundlagen erhalten bleiben.

Die Agenda 2030 und das Klima-Abkommen von Paris sind neben dem Menschenrechtskanon daher der zentrale Orientierungsrahmen für grüne Ent­wicklungspolitik und das Ziel einer sozial-ökologischen Transformation. Das aber setzt eine konsequente Umsetzung auch in und durch Deutschland voraus. Genau hier besteht massiver Aufholbedarf. Es braucht deshalb einen Paradigmenwechsel aller Politikfelder unter dem Leitbild der Agenda 2030, des Klima-Abkommens und der universellen Menschenrechte. Grüne Entwicklungspolitik ist deshalb immer auch globale Strukturpolitik.

Gleichwohl bekennen wir uns zum Recht auf Entwicklung und folgen einem selbstbestimmten und emanzipatorischen Entwicklungsverständnis. Die Verwirklichung der Menschenrechte ist dabei eng mit einer nachhaltigen Entwicklung verknüpft und erfordert daher bei allem politischen Handeln eine verbindliche Menschenrechtsorientierung. Wir bekennen uns zum Multilateralismus. Denn ohne eine Stärkung der Vereinten Nationen sind die globalen Herausforderungen und die sozial-ökologische Transformation nicht zu bewältigen.

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