
Eine grundlegende Wende bei der Verkehrspolitik ist eine grüne Herzensangelegenheit. Wir bewegen uns nur dann klimafreundlich, wenn wir kein Erdöl mehr verbrennen. Wir werden uns in Zukunft also mit erneuerbaren Energien und emissionsfreien Autos, mit Bahn, Bus oder Fahrrad fortbewegen.
18 Prozent trägt der Verkehr zu den deutschen Treibhausemissionen bei – mit steigernder Tendenz. Dies muss umgekehrt werden, wenn die Klimaschutzziele des Pariser Abkommens erreicht werden sollen. Daher dürfen ab 2030 keine neuen Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden. Diese stoßen neben den Klimagasen viele gesundheits- und klimaschädliche Schadstoffe aus, wie Stickoxide und Feinstaub, und sorgen für giftige Luft in den Städten. Wir wollen verhindern, dass den Besitzern von Diesel-PKW gerichtlich angeordnete Fahrverbote in Innenstädten drohen. Die Grünen verlangen, dass die Blaue Plakette für saubere Autos eingeführt und die Automobilindustrie zu Nachrüstungen gezwungen wird. Es geht nicht um mehr Belastungen, sondern um ein Umsteuern. Der Kauf von Elektroautos soll ebenso unterstützt werden wie der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Der Ausbau von Straßen muss auf das unbedingt notwendige Mass beschränkt werden.
Großen Wert legen die Grünen auf die Förderung von Bahn und öffentlichem Personennahverkehr sowie die Stärkung des Radverkehrs. Mit dem MobilPass soll ein Vertriebssystem eingeführt werden, das für ganz Deutschland und für alle Bahnen, Busse, Straßenbahnen, Leihfahrrädern und Carsharingautos gelten soll. So wird öffentlicher Verkehr einfach, attraktiv und zukunftsfähig. Dem Fahrrad muss größere Priorität verliehen werden, weil es Platz spart, Abgase verhindert und mit Elektrifizierung auch für längere Strecken interessant wird.
Die klimaschädlichste Art der Fortbewegung ist das Fliegen. Mit einer Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn, einem bundesweites Nachtflugverbot und einer schrittweise Erhöhung der Luftverkehrsteuer soll der Flugverkehr seinen Beitrag leisten zu einer Verringerung der Emissionen und weniger Lärm für Anwohner. Planungen zum Ausbau einer 3. Startbahn am Münchner Flughafen sollen endgültig begraben werden.
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