
Am Freitag beschlossen der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und die großen bayerischen Städte einen Maßnahmenkatalog zur Luftreinhaltung. Zu diesen Maßnahmen zählt unter anderem die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs. Seehofer sagte, dass Kommunen und Wirtschaft „gemeinsam und koordiniert handeln sollten.“
Man reibt sich verwundert die Augen, wenn man die Situation im Landkreis Erding betrachtet. Teile der CSU und die Verwaltung wollten den dringend nötigen Ausbau der Busverbindungen im Landkreis verhindern, weil dafür kein Geld vorhanden sei in unserem nicht gerade armen Landkreis. Grundlage sei eine veraltete Passagierzählung des MVV.
Anstatt attraktive Angebote zu schaffen, die dann auch nachgefragt werden, wird um jeden Fahrgast gefeilscht. Der Landkreis Fürstenfeldbruck beschloss letzten Monat auf Anregung der CSU, das Busangebot für 900000 Euro auszubauen. Fast alle Nachbarlandkreise Erdings verbessern ihre ÖPNV-Verbindungen. Der Zuzug von Menschen in das Münchner Umland ist auch im Landkreis Erding spürbar, worauf nicht mit einer Politik von gestern reagiert werden kann. Beim Ausbau von Straßen werden großzügig Gelder verteilt, ohne dass jedes Auto gezählt wird.
Es wird Zeit, dass die Botschaft von Seehofer und dem Städtetag auch im Landkreis Erding ankommt.
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