
Was ist hier eigentlich los?Seit Monaten beschäftigt die GIK, einstmalig ein echtes Vorzeigeprojekt unseres Landkreises, dieRegierung von Oberbayern, die Staatsanwaltschaft und die Medien. Der Träger Seraphisches Liebeswerk spricht in einer Erklärung im Internet lediglich von "Vorkommnissen".Immer neue bestürzende Einzelheiten kommen ans Licht, angekündigte Konsequenzen allerdings sind aus unserer Sicht bis heute kaum zu erkennen.Unzweifelhaft ist mittlerweile offenbar, dass es nicht nur um ein einzelnes betroffenes Kind geht.Unzweifelhaft ist auch, dass es bei der Abgabe von Medikamenten, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Es gebe Indizien, dass die Abgabeliste manipuliert wurde, heißt es. Wurde das denn nie kontrolliert? Warum wurden Hinweise, die es laut Presseberichten seit langem gab, nicht schon viel früher ernst genommen?Unsere Fraktion hat bereits im September eine umfassende und vor allem transparente öffentlicheAufarbeitung sowie eindeutige Konsequenzen gefordert. Damals sind wir davon ausgegangen, dass wir damit allen Politikerinnen und Politikern in unserem Landkreis aus der Seele sprechen und es unser gemeinsamer Ansatz sein muss, nicht nur im Wartenberger Fall für Klarheit zu sorgen, sondern auch allen Eltern in unserem Landkreis die Sicherheit zu vermitteln, dass sie sich auf uns und darauf, dass mit ihren Kinder in unseren Schulen ordnungsgemäß umgegangen wird, verlassen können. Mit dem Verweis darauf, dass es sich hier im Personalangelegenheiten handele, wurden unsere Anträge jedoch in den nicht-öffentlichen Teil verwiesen und die Öffentlichkeit wartet bis heute auf Antworten vor allem des Trägers Seraphisches Liebeswerk, dessen Vertreter Herr König sich im Sommer in einem Interview in äußerst irritierender Weise geäußert hatte.Wir verstehen in unserer Fraktion bis heute nicht, inwiefern die in der Presse benannten Missstände und die Frage nach den Verantwortlichkeiten und dem Krisenmanagement eine Prsonalangelegenheit sein sollen. Unser Unbehagen in der Angelegenheit wird von Tag zu Tag größer.Wollen wir uns wirklich damit zufrieden geben, dass ein Träger sagt, er werde jetzt seinQualitätsmanagement verbessern? Die Regierung von Oberbayern hat angekündigt, dass ihre Untersuchungen noch andauern werden. Noch zu glauben, dass hier ein lediglich geringfügiger Sachverhalt zu Grunde liegt, widerspricht jedem gesunden Menschenverstand.Wir bleiben bei unserer Forderung nach Transparenz, nach einer umgehenden und umfassenden Information der Öffentlichkeit und der klaren Benennung von Verantwortlichkeiten. Damit unterstreichen wir auch, dass wir weiter voll und ganz hinter dem Modell Ganztagesintensivklasse stehen. Nur wenn der Makel, der jetzt an dem Projekt haftet, entfernt werden kann, wird hier wieder wie früher erfolgreich gearbeitet werden können.
Zum Jahresende bleibt die ganz große Frage: Wollen wir nach allem, was wir mittlerweile wissen, unsere GIK an der Heimvolksschule in Wartenberg und mit dem Partner Seraphisches Liebeswerk?
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