Dorfener GRÜNE fordern einen Umbau zur Fahrradfreundlichen Kommune

Dorfener GRÜNE fordern einen Umbau zur Fahrradfreundlichen Kommune

Der jüngst erschienene Klimabericht ist in seiner Dramatik erschütternd. Es wird Zeit, endlich zu handeln. Hier geht es nicht um eine bloße parteipolitische Position, um irgendwelche politische Vorlieben oder persönliche Meinungen. Sondern um die Lebensgrundlagen unserer und nachfolgender Generationen, die massiv gefährdet sind!

Wir sind deshalb der Meinung, dass von allen Möglichkeiten Gebrauch gemacht werden muss, die bei der Erfüllung der Klimaziele mitwirken, und seien sie noch so klein. Mit Argumenten wie „Dorfen wird nicht das Klima retten“ stiehlt man sich aus der Verantwortung. Niemand behauptet, dass eine Kommune allein die Katastrophe abwenden kann. Aber sie wird erst recht nicht abgewendet, wenn jeder in dieser Haltung verharrt, weitermacht wie bisher und darauf wartet, dass andere handeln! Jeder einzelne – jede Bürgerin, jeder Bürger und jede Institution – hat die Verantwortung, ihren oder seinen Teil dazu beizutragen. Nur wenn alle ihr Verhalten ändern, erreichen wir in der Summe den dringend benötigten Paradigmenwechsel! Städten und Kommunen kommt dabei eine besondere Vorbildfunktion zu.

Der Dorfener Stadtrat vor einigen Jahren den Grundsatzbeschluss gefasst, dass Dorfen bis zum Jahr 2035 CO2-neutral sein soll. Diese Selbstverpflichtung darf kein bloßes Lippenbekenntnis bleiben!

Ein wichtiger Baustein zur Verminderung der Treibhausgas-Emissionen sind Veränderungen in der Mobilität. Die Umstellung des motorisierten Individual-Verkehrs auf das umwelt- und gesundheitsfreundliche Radfahren ist dabei ein Baustein, der von den Kommunen wesentlich beeinflusst werden kann. Deshalb sind wir, die GAL im Dorfener Stadtrat, davon überzeugt, dass die Stadt Dorfen jetzt handeln muss! Unsere Stadt hat mit ihren kurzen Entfernungen eine ideale Größe, um zahlreiche Strecken des täglichen Lebens mit dem Fahrrad zurückzulegen. Voraussetzung aber ist, dass die Infrastruktur danach ausgerichtet ist. Nur dann steigen die Bürgerinnen und Bürger auf das Fahrrad um, das lehren die Erfahrungen in anderen Kommen sowie anderen Ländern, in denen der Fahrradverkehr gefördert wird.

Die Förderung des Radverkehrs hat viele Anforderungen, dazu gehören die Infrastruktur, das Sicherheitsbedürfnis, der Hang zur Bequemlichkeit … Um ein nachhaltiges und zuverlässiges Radkonzept zu entwickeln, braucht es deshalb fachliche Unterstützung. Dafür ist die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) die richtige Ansprechpartnerin.

Voraussetzung für eine zukunftsweisende Verkehrspolitik in Dorfen ist, dass die Stadträtinnen und Stadträte die Notwendigkeit eines fachlich fundierten und von der Dorfener Bevölkerung mitgetragenen Verkehrskonzeptes zur Verbesserung des Radverkehrs erkennen. Wir hoffen, dass alle Fraktionen im Dorfener Stadtrat mit uns gemeinsam an dem großen Projekt "Dorfen bis 2035 klimaneutral" und an der Erreichung der Klimaschutzziele (wie von der Bundesregierung definiert) arbeiten werden. Die beantragte Aufnahme in die AGFK ist ein konkreter Schritt dorthin!

Ursula Frank-Mayer

Dorfen, den 9.8.2019

Aktion im vergangenen Juli dazu: "Ja, mir san mit'm Radl da!"