
Der Marktgemeinderat hat gestern, 15. November 2016, in einer sehr ernsthaften Debatte die Erhöhung der Wassergebühren festgelegt. Gründe für die Erhöhung sind der Bezug von Wasser der Mittbachgruppe während des Baus des neuen Trinkwasserspeichers, aber vor allem im letzten Kalkulationszeitraum durch falsche Kalkulationen aufgetretene Unterdeckungen, die nun ausgeglichen werden müssen.
Es besteht die Hoffnung, dass diese Erhöhung im nächsten Kalkulationszeitraum ab 2019 wieder zurückgenommen werden kann, weil die Unterdeckungen dann ausgeglichen werden konnten.
Zudem wurde ein Verbesserungsbeitrag für den neuen Trinkwasserspeicher beschlossen. Es war einhellige Meinung im Gremium, dass es nicht sehr sinnvoll sei, die Wassergebühren über viele Jahre mit den Baukosten zu belasten und die Anschaffung statt dessen zu hundert Prozent über einen Verbesserungsbeitrag abzudecken. Mehr Informationen zu diesen Beschlüssen wird Bürgermeister Fischer nächste Woche auf der Bürgerversammlung bekannt geben.
Keiner trifft solche Entscheidungen gerne. Und viel zu oft muss man Entscheidungen treffen, bei denen kein Spielraum besteht. Oder zu bestehen scheint. Und manchmal hat man auch den Eindruck, dass einem bestehende Spielräume bewusst vorenthalten werden, weil die Verwaltung eben ihren Weg gehen möchte. Das scheint in diesem Fall nicht so gewesen zu sein. Es stellt sich mir aber als grundsätzliches Problem der kommunalen Politik dar. Der Informationsvorsprung der Verwaltung ist einfach zu groß und man selbst ist als Ehrenamtlicher einfach oft nicht in der Lage die Spielräume zu erkennen oder verfügt nicht über das nötige Hintergrundwissen. Das ist oft schade. Und sollte einen trotzdem nicht davon abhalten, kritisch zu hinterfragen. Im gemeinsamen Interesse der Suche nach der besten Lösung.
Florian Geiger