Erklärung der Kreistagsfraktion zur „Kündigung“ der Interventionsstelle

Erklärung der Kreistagsfraktion zur "Kündigung" der Interventionsstelle

Landrat Bayersdorfer behauptet in seiner Pressemitteilung vom 14.11.2017 der SkF hätte die"Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt" „vorzeitigt gekündigt“ und "völlig überraschend angekündigt, das Angebot der Interventionsstelle zum Jahresende einzustellen“.

Fakt ist, dass Landrat Bayersdorfer bereits im März 2017 wusste, dass der Vertrag mit dem SkF über die Interventionsstelle zum 31.12. 2017 ausläuft.

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN hat in ihrem Antrag vom 21.7.2017 explizit nachgefragt, wie der Übergang Interventionsstelle nach dem 31.12. geregelt werden soll.

Im Oktober, nachdem der Kreisausschuss im September mit seiner CSU-Mehrheit einen Trägerwechsel und somit das Aus für die Trägerschaft des SkF beschlossen hatte – kam dann die plötzliche Erkenntnis, dass es für die Interventionsstelle bis zur Übernahme durch das BRK am 1.3.2018 keinen Träger gibt.

Das SkF hätte nun bis März die Interventionstelle weiterführen sollen. Die Mitarbeiterinnen hatten sich allerdings in der Zwischenzeit – verständlicherweise – um andere Arbeitsstellen bemüht und standen nicht mehr zur Verfügung. Den schwarzen Peter möchte Landrat Bayerstorfer nun den Frauen des SkF zuschieben.

Es ist beschämend und unglaublich, dass Landrat Bayersdorfer die Frauen für die entstehende Lücke in der Betreuung von Frauen in Gewaltsituationen verantwortlich machen will. Landrat Bayersdorfer hat mit seinen Attacken gegen den Sozialdienst katholischer Frauen und seinen Äußerungen über die Ehrenamtlichen des Frauenhauses gezeigt, dass er das ehrenamtliche Engagement und die unermüdliche und wertvolle Arbeit der Frauen des SkF weder schätzt noch würdigt, im Gegenteil, er tritt noch nach und versucht den Mitarbeiterinnen des SkF zu unterstellen, sie würden sich nicht an ihr Leitbild halten und wären durch eine „vorzeitige Kündigung“ schuld an der jetzige Situation.

Bernhard Kellner, Sprecher des Erzbistums München und Freising sagte in der Diskussion über die `Interventionstelle gegen häusliche Gewalt` an Herrn Bayersdorfer gerichtet: „Wir finden es nicht angemessen, auf dem Rücken Not leidender Frauen Politik zu machen.“ Dem ist nicht hinzuzufügen. Die Kreistagsfraktion Bündnis90/Die Grünen ist über diese verächtliche Haltung von LR Bayersdorfer gegenüber ehrenamtlich und engagiert arbeitenden Menschen entsetzt und verärgert.

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