
Zu „Landkreis optimiert Asyl-Sicherheitskonzept“ vom 12./13. Dezember:
„Für die Ehrenamtlichen ist es oft unfassbar, wie Menschen in diesen Containern leben können. Auf engstem Raum müssen 40 Leute ohne Privatsphäre leben. Und die Räumlichkeiten sind in wirklich keinem guten Zustand. Zum Kochen oder Duschen muss man erst einmal nach draußen gehen.
Seit auch Familien in den Containern sind, werden die beiden Sanitärcontainer auf Männer und Frauen mit Kindern aufgeteilt, so dass erstere sich fast zu 25. einen kleinen Duschraum teilen müssen. Wenn so viele Leute die wenigen Sanitäranlagen verwenden, sind diese nach hygienischen Maßstäben außerdem nicht mehr tragbar. Zusätzlich ist es nicht einfach, wenn sich so viele verschiedene Nationen auf engstem Raum dauerhaft aufhalten müssen.
Die deprimierende Lage der Container und der Mangel an Rückzugsmöglichkeiten machen die Sache nicht einfacher. Das Schlimmste jedoch sind die verschiedensten und traumatisierenden Erlebnisse, die die Geflüchteten oft stark zermürben. Man bräuchte psychologische Betreuung, damit die Menschen lernen, damit umzugehen.
Dass seit einiger Zeit besagten Familien das Container-Leben zugemutet wird – wohlgemerkt mit Kleinkindern und bald einem Baby – ist unfassbar. Dass es auch nicht leicht für junge Männer ist, solche Zustände zu ertragen, ist klar. Doch Familien haben noch mehr spezifische Bedürfnisse, denen diese Container nicht gerecht werden. Hoffentlich findet das Landratsamt bald andere Unterbringungsmöglichkeiten.“
Anna-Maria Lanzinger
Grüne Jugend Erding