
Am vergangenen Freitag, den 5. Mai, luden die Grünen in Isen zu einer Lesung und anschließenden Diskussion zum Thema Landwirtschaft ein.
Der aus Isen stammende Leonhard F. Seidl las zur Einstimmung aus seinem Roman „Viecher“ und überzeugte das Publikum durch schauspielerische Einlagen.
In der anschließenden Diskussion mit dem Autor Seidl und Kreisbäuerin Irmgard Posch aus Mittbach näherte man sich dem Thema Landwirtschaft von verschiedenen Standpunkten aus an. Auch die Gäste diskutierten von Anfang an fleißig mit.
Bei einem Thema waren sich schnell alle Beteiligten einig: das Umdenken muss beim Verbraucher beginnen, hier trägt jeder selbst Verantwortung. Durch das Einkaufsverhalten können wir alle einen kleinen Teil dazu beitragen, dass Lebensmittel zu angemesseneren Preisen verkauft werden. Ebenso wichtig war den Diskutanten lokal bzw. regional einzukaufen, um die Landwirte vor Ort unmittelbar zu unterstützen. Die Runde setzte sich ebenso mit dem Thema artgerechte Tierhaltung und ökologische Landwirtschaft, Verarmung der Böden und Biodiversität auseinander. Hier wurde intensiv diskutiert. Es war schnell klar, dass in diesen Bereichen völlig verschiedene Auffassungen aufeinander trafen und ein gemeinsamer Nenner nur schwer zu finden sein würde.
Auch die Rolle der Politik und ihre Einflussmöglichkeiten wurden kontrovers diskutiert. Zuletzt war man sich aber doch wieder einig: die Referenten, die Isener Grünen wie auch die anwesenden Landwirte und Gäste freuten sich über den Dialog und dass man sich kennenlernen konnte. „Es ist doch besser man redet miteinander- als übereinander“, so einer der anwesenden Landwirte.
Lena Geiger