Warum gibt es diese Lohnlücke?
• Frauen arbeiten häufiger in schlechter bezahlten Berufen und Branchen
• Teilzeit und Sorgearbeit gehen oft zulasten des Einkommens
• Löhne sind häufig intransparent: In vielen Bereichen fehlen Tarifverträge
Bin ich betroffen?
Wenn du dir unsicher bist, ob du fair bezahlt wirst, helfen dir Vergleichsangebote: Mit den Plattformen Entgeltatlas, Lohnspiegel oder Gehaltsvergleich kannst du deinen Lohn vergleichen.
Was schützt vor Lohndiskriminierung?
Ein wichtiger Schutz sind Tarifverträge. Sie regeln:
• klare Entgeltgruppen
• transparente Kriterien für Bezahlung
• regelmäßige Lohnerhöhungen
In Betrieben mit Tarifvertrag ist die Lohnlücke deutlich kleiner. Tarifbindung schützt – besonders Frauen.
Wie können wir Lohngleichheit erreichen?
• Fairer Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn muss mindestens 60% des
mittleren Bruttolohns betragen. Das ist besonders für Frauen wichtig, da sie
häufig im Niedriglohnsektor arbeiten.
• Konsequente Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie: Unternehmen
müssen verpflichtet werden, geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede
offenzulegen und zu beseitigen.
• Einführung eines wirksamen Verbandsklagerechts: Gewerkschaften und
Interessenvertretungen müssen stellvertretend klagen können, um Betroffene
von Lohndiskriminierung nicht allein zu lassen.
• Umsetzung und Einhaltung des Bundestariftreuegesetzes: Die meisten
Bundesaufträge sollen an Firmen mit tariflichen Standards vergeben werden.
Lohnungleichheit ist kein individuelles Versagen, sondern ein strukturelles Problem.
16 % sind zu viel – Lohngleichheit jetzt!