
Bei der Suche nach atomaren Endlagern sind nun große Teile Deutschlands, Bayerns und sogar Dorfens als mögliche Standorte identifiziert worden.
Es war ja auch nicht verwunderlich, dass der auf Jahrtausende strahlende Müll irgendwann irgendwohin muss. Und auf alle Fälle ist ein gut gewähltes unterirdisches Lager der aktuell oberirdischen Lagerung in Zwischenlagern in vielerlei Hinsicht vorzuziehen.
Jetzt zeigt sich, wie verhängnisvoll es war, dass der Ausstieg aus der Atomkraft, der 1999 von der rot-grünen Bundesregierung mit den Kraftwerksbetreibern ausgehandelt worden war, von der schwarz-gelben Regierung 2010 aufgehoben wurde. Denn der erneute – durch den GAU in Fukushima ausgelöste – Ausstiegsbeschluss der Merkel-Regierung konnte nur mit milliardenschweren Entschädigungen für die Energieriesen erreicht werden.
Zudem wird noch unmittelbarer klar: wir hätten diese Büchse der Pandora gar nicht erst öffnen dürfen, wir hätten in diese nukleare Stromproduktion gar nicht erst einsteigen sollen.
Umso wichtiger ist es jetzt, den anfallenden Müll zu minimieren und so schnell wie möglich die Kernkraftwerke abzuschalten. Das kann erreicht werden durch den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien, durch Speichertechnologien und durch Einsparungen.
Da Bayern einer der größten Atommüll-Produzenten war, kann man sich hierzulande nicht vor der Verantwortung drücken. So unangenehm das auch ist. Wir und die nächsten zigtausend Generationen müssen jetzt den Mist von fehlgeleiteter Energiepolitik der letzten Jahrzehnte ausbaden.
Wichtig für den Prozess der Endlagersuche ist, dass nach streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten und völlig transparent vorgegangen wird. Wir Dorfener Grünen fordern die Politiker*innen auf, sich nicht in die Endlagersuche einzumischen. Das wäre fatal, denn es würde das Vertrauen in das Ergebnis zerstören.
Lassen wir die Fachleute weiter in Ruhe ihre Arbeit machen.