Mehr Blühflächen in der Gemeinde Finsing – Antrag im Gemeinderat

Mehr Blühflächen in der Gemeinde Finsing - Antrag im Gemeinderat

In der Sitzung des Gemeinderats am 22.06.20 wurde folgender Antrag eingereicht.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat,

hiermit stellen wir den Antrag zur Überprüfung der Möglichkeit, noch weitere gemeindliche Grünflächen in insektenfreundliche Blühwiesen/Brachflächen umzuwandeln. (z.B. am Bürgel, Feldweg, Eibenweg, Parkplätze Eibenweg)

Vorschlag: Behandlung im Ausschuss Umwelt/Energie und Verkehr Begründung: Es gibt viele verschiedene Todesursachen für Vögel. Untersuchungen zeigen allerdings, dass der dramatische Verlust von heimischen Arten und das Vogelsterben der letzten Jahre daran liegen könnte, dass nicht mehr genug Jungvögel großgezogen werden können. Das passiert, wenn Vögel keinen geeigneten Lebensraum und vor allem, nicht mehr genügend Nahrung finden. Die härteste Zeit für einen Vogel ist nicht der Winter, sondern die Brutzeit im Mai, Juni. Da arbeiten die Vögel von morgens vier Uhr bis abends zehn Uhr, um ihre Jungen mit proteinreichen Raupen und Insekten zu versorgen. Viele Zugvögel ernähren sich nur von Insekten. Besorgniserregend ist daher eine Studie des NABU, die einen Rückgang der Fluginsekten von 76 Prozent innerhalb von nur 27 Jahren zeigte. Inzwischen wird empfohlen ganzjährig Vögel im Garten zu füttern.

Zusätzlicher Vorteil von Blühwiesen und Brachflächen: weniger Mäharbeiten, Kostenersparnis

Ideen, Vorschläge und Aktionen und weitere Diskussionsgrundlagen:

• Bereitstellung von heimischen Blühwiesensamen auch für private Gärten im Gemeindegebiet.

• Abgabe zu günstigen Preisen (Sammelbestellung, Großbestellung)

• Informationsabend zum Thema organisieren (z.B. durch den Umweltreferenten)

• Im Gemeindeblatt für einen „ungemähten“ Bereich in den Privatgärten werben, evtl. zur Belohnung Samenmischung verschenken.

• Brachflächen zulassen, Strauchgruppen pflanzen als Deckung und zur Nahrung für Vögel.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Struck und Bernhard Faschinger