
Am 17. Mai findet jedes Jahr der International Day Against Homo-, Bi-, Inter- and Transphobia (IDAHOBIT) also der Internationale Tag gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität statt. Normalerweise ist dies ein Tag, an dem die queere Community zusammen bereits erreichte Errungenschaften, den Zusammenhalt, die Liebe und das Leben feiert und gleichzeitig auf die vielen Missstände weltweit, aber auch in Deutschland hinweist. Noch immer ist Homosexualität in vielen teilen der Welt strafbar, trans- und intergeschlechtliche Menschen leiden auch in Deutschland unter zahlreichen Repressalien.
Erst vergangene Woche hat der Bundestag beschlossen, homosexuelle und transgeschlechtliche Menschen weiter faktisch pauschal von Blutspenden auszuschließen. Dieser Ausschluss hat keine rationale Grundlage. Er stigmatisiert Personen, die ohnehin schon in ihrem Leben immer wieder unter Diskriminierungserfahrungen leiden und gefährdet außerdem das Überleben von Menschen, die auf eine Bluttransfusion angewiesen sind und unter der Knappheit von Blutkonserven leiden, die ohnehin und in der Corona-Pandemie besonders vorherrscht. Dieses Beispiel ist das jüngste Beispiel und steht in einer langen Reihe von gesetzlichen Diskriminierungen ebenso, wie von Gewalttaten und Bedrohungen im Alltag.
Gerade in diesem Umfeld sind Gelegenheiten wie der IDAHOBIT oder die Christopher Street Days in ganz Deutschland wichtig, um Solidarität und Zusammenhalt zu zeigen. Die derzeitige Corona-Pandemie sollte uns nicht davon abhalten, jetzt und in Zukunft sichtbar zu sein und gegen Diskriminierung einzustehen, auf politischer Ebene ebenso wie im privaten Umfeld.
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