
Grün wirkt – das wird in Dorfen deutlich durch die Mitgliedschaft im AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen) (https://agfk-bayern.de/).
Die Forderung der Mitgliedschaft wurde bei der erfolgreichen grüne Veranstaltung im Juli "Ja, mir san mim Radl do" (mehr dazu hier) im Jakobmayer laut.
Dabei erläuterten die Mitglieder der AG Fahrrad mit Susanne Streibl, Urs Ickler und Hanna Ermann wo die Knackpunkte beim Fahrradverkehr in Dorfen liegen und was man verbessern könnte. Michael Stanglmaier vom ADFC steuerte viele Informationen und positive Beispiele bei.
Die Forderung wurde dann durch eine Pressemitteilung von Ulli Frank-Mayer noch untermauert (mehr dazu hier)
Schließlich hat unser Umweltreferent Gerald Forstmaier im Umweltausschuss den Antrag gestellt ein Fahrradkonzept zu erstellen und für Mitglied im AGFK zu werden (siehe Anhang). Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen!
Ein schöner Erfolg für grünes Wirken in Dorfen!
Sachverhalt/ Begründung:
Der Dorfener Stadtrat hat den Grundsatzbeschluss gefasst, dass Dorfen bis zum Jahr 2035 CO2-neutral sein soll. Neben dem Strom-und dem Wärmesektor spielt die Mobilität dabei eine entscheidende Rolle
Die vom Bundesamt für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit durchgeführte Studie „Potentiale des Radverkehrs für den Klimaschutz“ kommt 2013 zu folgendem Ergebnis: Für einen intelligenten und umweltverträglichen Verkehr der Zukunft sind integrierte Lösungen notwendig. Drei wichtige Pfeiler sind dabei:
•Modernisieren der Fahrzeugflotte, d. h. schadstoffarme oder -freie Fahrzeuge einsetzen
•Verkehr auf das Fahrrad verlagern, d. h. kurze Wege mit dem Rad fahren
•Verkehr integriert verlagern und vermeiden, d. h. kürzere Wege zu näheren Zielen wählen, Voraussetzungen für die Benutzung des Mobilitätsverbundes (Bus, Bahn, CarSharing) verbessern
Dem Radverkehr kommt somit neben den anderen Säulen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz zu. Diesem Ergebnis wird der Bund nun mit der letzten Novellierung der Kommunalrichtlinie im Januar 2019 gerecht. Die Förderung nachhaltiger Mobilität wurde ausgeweitet, gefördert werden nun Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur für den Alltagsverkehr
Um ein förderwürdiges Radkonzept auf die Beine zu stellen, bietet die AGFK den Kommunen Unterstützung an. Die AGFK Bayern ist ein Netzwerk bayerischer Kommunen, das 2012 von 38 Gründungsmitgliedern und mit maßgeblicher Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung ins Leben gerufen wurde. Politik und Verwaltung erhalten mit der koordinativen Geschäftsstelle der AGFK Bayern einen zentralen Ansprechpartner. Mittlerweile gehören bayernweit über 60 Landkreise, Städte und Gemeinden dem Netzwerk an. Schirmherr ist der Bayerische Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann.
Zentrales Anliegen des Vereins ist die feste organisatorische Verankerung der Radverkehrsförderung in der Kommune.
Seinen Mitgliedern bietet die AGFK:
•Interessensvertretung gegenüber Land, Bund, der EU sowie anderen Dritten
•Erfahrungs-und Informationsaustausch im Netzwerk der AGFK Bayern
•Beratung und Hilfestellung•Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit
•Veranstaltungen und Seminare
•Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“
Eine Mitgliedschaft bei der AGFK ist also ein hilfreiches Instrument für Dorfen, systematische Verbesserungen für die Radverkehrs-Infrastruktur zu planen und umzusetzen und damit den Anteil des Radverkehrsam gesamten Verkehrsaufkommen zu steigern
Beschlussvorschlag: Die Stadt Dorfen tritt der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V.“(AGFK) bei