
Im Isenflutkanal kam zu einem Fischsterben: (Link zu online-Artikel im Dorfner Anzeiger) Die Stadt Dorfen wird von der GAL-Fraktion aufgefordert eine größere Frischwassermenge in den Flutkanal abzuleiten und den Mühlenbesitzer entsprechend zu entschädigen. Dies ist erforderlich um die wertvolle Gewässerökologie zu erhalten.
Antrag: Der zur Optimierung des Hochwasserabflusses zum Isenflutkanal ausgebaute frühere südliche Isenmäander wird neben der Hochwasserableitung auch als Vorfluter für die Entlastungseinleitungen der städtischen Kanalisation genutzt, Bei Starkregenereignissen kann die Kläranlage das verschmutzte Mischwasser aus den Kanälen nicht mehr aufnehmen.
Es wird deshalb in den Isenflutkanal abgeleitet. Seit dem Neubau der Kläranlage fließen im Isenflutkanal nur mehr rund 75 Liter/Sekunde. Bei lediglich lokalem Starkregen ändert sich an dieser Wassermenge nichts. Das abgeleitete Mischwasser wird nicht ausreichend verdünnt und führt durch Sauerstoffzehrung im ungünstigsten Fall zum Tod aller im Isenflutkanal lebenden Wasserorganismen. Dabei sterben nicht nur die in großer Zahl im Flutkanal lebenden Fische, wie z. B: die vom Aussterben bedrohte Nase, sondern auch Kleinkrebse, Muscheln und Libellenlarven.
Um solche ökologische Katastrophen künftig zu verhindern, ist zumindest eine deutliche Erhöhung der Frischwassermenge durch entsprechende Nutzung des für diesen Zweck eingebauten Bypasses am Isenwehr unver-zichtbar. Es wird deshalb gefordert, dass die Stadt die wasserrechtliche Erlaubnis für die Ableitung von 200 Liter/Sekunde in den Flutkanal beantragt.
Für die dafür an die Triebwerksbetreiber Mehlmühle und Kirschstetten zu leistende Entschädigung ist ein Haushaltansatz vorzusehen, dessen Höhe mit der Wasserrechtsbehörde zu ermitteln ist. Dieser Betrag ist aus dem Aufkommen der Abwassergebühr zu finanzieren. Darüber hinaus ist eine zuverlässige Regelung für die Bedienung und Reinigung des Bypasses zu treffen.
Zurzeit ist der Bypass häufig verstopft, sodass nur noch eine deutlich geringere Wassermenge in den Isenflutkanal abgeleitet wird. Das freut die Triebwerksbesitzer, die für die vereinbarte Wasserableitung ja bereits entschädigt wurden, aber das Wasser bei verstopftem Bypass weiterhin zumindest zum Teil erhalten.