Dorfener Grüne nehmen Stellung zu Forderungen nach mehr Lärmschutz an der A94

Dorfener Grüne nehmen Stellung zu Forderungen nach mehr Lärmschutz an der A94

Natürlich sollen sich Abgeordnete der Sorgen der Bevölkerung annehmen. Aber es ist schon ein starkes Stück, wenn sich jetzt ausgerechnet CSU-Abgeordnete als die großen Anwälte der Lärmbetroffenen hervortun.

Eine Ulrike Scharf, MdL, die sich stolz bei der Eröffnungsveranstaltung präsentiert. Und ein Andreas Lenz, MdB, der schon immer für die Isentalautobahn war.

Dazu kommen eine Lengdorfer CSU Bürgermeisterin Sigl („Schee, dass fertig worn is!“) und ein Dorfener CSU-Bürger meister Grundner, der bei der Eröffnung eilfertig neben dem Herrn Minister das Band durchschneidet.

35 Jahre lang haben die Bürgerinitiativen und Bündnis90/Die Grünen – auch wegen der drohenden Verlärmung unserer Heimat – gegen die Isentalautobahn gekämpft.

Die CSU beschimpfte uns als Fortschrittsverhinderer und Wirtschaftsfeinde. Dies alles darf man nicht vergessen, auch wenn man jetzt natürlich versuchen muss, wenigstens gegen den extremen Lärm vorzugehen.

B'90/Die Grünen fordern, entlang der Ortschaften und Weiler auf der A 94 sofort Tempo 100 für Pkw und Tempo 60 für Lkw einzuführen und streng zu überwachen. Dazu muss wirksamer Lärmschutz entlang der Trasse und besonders bei den Großbrücken nachgerüstet werden.

Die Autobahndirektion hatte sich – um die Isentalautobahn durchsetzen zu können – im Prozess verpflichtet, nötigenfalls 75 bis 100 Millionen Euro für den Fledermausschutz in Schwindkirchen auszugeben.

Angesichts dieses Wahnsinns ist es nicht mehr als recht und billig, wenigstens einige Millionen in einen wirksamen Lärmschutz für Menschen zu investieren. Wir hoffen, dass sich CSU und SPD unseren Forderungen anschließen.

Der bisherige Hinweis, man brauche jetzt erst einmal Lärmmessungen, ist wohlfeil. Die erlaubten Lärmgrenzen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz sind nämlich so hoch, dass selbst diese totale Verlärmung unserer Heimat immer noch legal ist. B'90/Die Grünen im Bundestag haben immer wieder eine Verschärfung dieser Lärmgrenzen gefordert, sind aber regelmäßig an der CDU/CSU gescheitert.

Aber natürlich laden wir auch hier die anderen demokratischen Parteien ein, gemeinsam mit uns dafür zu sorgen, dass endlich eine strenge Lärmgesetzgebung erfolgt, die die Menschen im ganzen Land schützt.