Forster als Steigbügelhalter für die AfD

Forster als Steigbügelhalter für die AfD

Mit einem Brief an die Presse macht Helga Stieglmeier auf den Wechsel von Reiner Forster, ehemaliger Kreisrat der ÖDP und der bedauernswerten Folgen im Kreistag aufmerksam.

"Nun ist Rainer Forster endlich da angekommen, wo er politisch hingehört – bei der AfD. Er hätte es allen einfacher machen können, wenn er seinem Ausschluss aus der ödp-Fraktion zugestimmt hätte.

Tatsache ist aber auch: Forster wurde von den ödp-Wähler*innen gewählt, damit er im Erdinger Kreistag auch die Positionen vertritt, mit der er im Kommunalwahlkampf 2014 angetreten ist. Ich bezweifle, dass sie mit diesem Positionswechsel einverstanden sind. Auf der anderen Seite wurde die AfD von den Wählerinnen und Wählern nicht in Fraktionsstärke in den Kreistag geschickt und erhält nun trotzdem durch Forsters Schritt diesen Status. Interessant, dass gerade die, die den von ihnen diffamierten "Altparteien" immer vorwerfen, an Ämtern zu kleben, nicht den einzig logischen Weg wählen, das Mandat niederzulegen.

Wer politische Äußerungen und Aktionen von Forster verfolgt hat, den verwundert dies natürlich nicht. Auch wenn er jede Nähe immer empört zurückgewiesen hat, waren die vielen inhaltlichen Übereinstimmungen mehr als deutlich. Nun sitzt er im Kreistag da, wo er hingehört: Rechts hinten.

Ich bedauere es sehr, dass Christina und Stephan Treffler mit ihrer Kompetenz nicht mehr in den Ausschüssen vertreten sind und sie jetzt durch Personen ersetzt werden, die bis jetzt im Kreistag hauptsächlich durch Unmutsäußerungen aufgefallen sind, wenn ihnen die Sitzungen zu lange gedauert haben."

Mehr dazu in der Süddeutschen Zeitung

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