Kinder der Sonne – Unsere Schmetterlinge Filmvorführung und Diskussion mit dem Autor Jan Haft am Dienstag, 10. April 20:00 Uhr im Jakobmayer-Saal / Dorfen

Kinder der Sonne – Unsere Schmetterlinge Filmvorführung und Diskussion mit dem Autor Jan Haft am Dienstag, 10. April 20:00 Uhr im Jakobmayer-Saal / Dorfen

Im vollbesetzten Jakobmayersaal präsentierten die Dorfner Grünen den Film „Unsere Schmetterlinge – Kinder der Sonne“ von Jan Haft, der seinen Film persönlich kommentierte.

Haft zeigt in dem Film in wunderschönen Bildern die Welt der Schmetterlinge, die gerade jetzt im Frühling in unseren Gärten und Wiesen herumflattern. Wie z.B. das bekannte Tagpfauenauge, das zwingend auf Brennnesseln angewiesen ist, weil sich dessen Raupen ausschließlich über diese eher ungeliebte Pflanze hermachen.

Spannend ist auch, dass die auf Feuchtgebiete angewiesenen Zitronenfalter mit über einem Jahr das längste Leben der heimischen Falter haben. Allerdings betont der Film auch, dass bereits 2/3 der Schmetterlingsarten stark gefährdet sind.

Das Insektensterben macht auch vor den Schmetterlingen nicht Halt. Die Ursache liegt laut Haft in der schleichenden Verarmung der Landschaft an vielfältigen Blütenpflanzen durch die intensive Bewirtschaftung. Gerade wenn man die engen Beziehungen zwischen Pflanzen und Insekten kenne wird klar, dass mit jeder verschwundenen Wildblume, die darauf angewiesene Schmetterlingsart nicht mehr überleben kann. Darüber hinaus sind die Schmetterlingsraupen auch Futter für unsere Singvögel, die durch das Insektensterben auch immer weniger werden.

In der anschließenden Diskussion erläuterte der Dorfner Haft, dass die Bewirtschaftung der Wiesen für die Vielfalt aber notwendig sei. Nur die zu häufige Mahd lasse die Artenvielfalt schwinden. Er selbst mäht seine Wiese eigens für den Wiesenknopf-Ameisenbläuling nur einmal im Jahr. So kann sich der Wiesenknopf halten, der für das Überleben dieser seltenen Schmetterlingsart notwendig ist. Haft zeigte sich sehr erfreut, dass er und sein Team an diesem Abend in seiner Wahlheimat Dorfen einen seiner Filme zeigen konnte.

Seine Filme wurden vielfach mit internationalen Filmpreisen dotiert und zeigen vor allem die Natur „vor der Haustüre“. Mit dem Zweiteiler „Mythos Wald“, der zur besten Sendezeit im ARD lief landete er 2010 einen Publikumserfolg.

Aber auch für das Isental hat er sich im Kampf gegen die A94 eingesetzt und mit dem Film „Mein Isental“ dem Widerstand und dem Tal ein filmisches Denkmal gesetzt.

Ursula Frank-Mayer, die für die Grünen sich als Ortsvorstand, Stadträtin und Kreisrätin engagiert, überreichte Jan Haft als Dank für den spannenden Einblick in die heimische Flora und Fauna einen bunten Blumenstrauß und eine Samenmischung für eine vielfältige Schmetterlingswiese. Sie betonte, dass es wichtig sei die politischen Rahmenbedingungen entsprechend zu ändern um dem fortschreitenden Insektensterben entgegenzuwirken. Z.B. durch Reduzierung des Flächenverbrauches. Dafür setze Sie sich auch als Landtagskandidatin ein.