Neumitglieder-Brunch: Warum ich Mitglied geworden bin

Neumitglieder-Brunch: Warum ich Mitglied geworden bin

Im letzten Jahr sind dem Kreisverband Erding von BÜNDNIS 90/Die Grünen 18 Mitglieder beigetreten – das entspricht einer Steigerung von 19 %.

Bei unserem Neumitgliederbrunch Ende Februar haben wir unsere Neuesten und unsere Funktionär*innen gefragt, was sie bewegt hat, der Partei beizutreten.

Anette Scharmatinat, 46 aus Karlsdorf „Nachdem sich drei Familien zusammengeschlossen hatten, um sich für die Bundestagswahl 2017 über die verschiedenen Parteien zu informieren, habe ich das erste Mal Grün gewählt. Als ich dann noch auf einem Geburtstag eine hitzige Diskussion mit Leuten von der CSU hatte, habe ich beschlossen, dass es Zeit für einen Beitritt wird. Ich will zukünftig Kommunal was bewegen, um beispielsweise mit Wildwiesen das Bienensterben einzudämmen.“

Eva Festl, 67 aus Dorfen „Schon seit langem bin ich bei der Grünen Alternativen Liste Dorfen. Nachdem die Grünen als einzige Partei in den Koalitionsverhandlungen um Jamaika Zukunftsthemen nicht nur angesprochen, sondern diese auch umgesetzt hätten, war es Zeit für mich beizutreten. Ich will mich weiterhin viel in der Kommunalpolitik engagieren.“

Florian Gaigl, 24 aus Erding „Eine meiner Uni-Vorlesungen war so schlecht besucht, dass wir stattdessen den neuen Al Gore-Film angeschaut haben. Was man dort sieht, ist erschreckend. Als dann auch noch die Koalitionsverhandlungen zu Jamaika gescheitert sind, haben mich diese Umweltzerstörung und die AfD-Kacke dazu gebracht, den Mitgliedsantrag auszufüllen. Für mich gehören die Grünen in die Regierung.“

Robert Bundt, 44 aus Erding „Schon seit längerem wähle ich Grün, weil es die einzige Partei ist die nachhaltig und zukunftsgerichtet agiert, während beispielsweise die CSU rein für den Kapitalismus steht. Probleme wie Kinderarmut, Gifte und schlechte Tierhaltung in der Landwirtschaft und die Schere zwischen arm und reich beschäftigen mich sehr. Als dann mein Kollege beigetreten ist schloss ich mich später an. Denn meine zwei Kinder bewegen mich auch dazu, an meine Enkel zu denken, und in welcher Welt diese aufwachsen werden.“

Alice Lorenz aus Pastetten „Ich initiierte einen Austausch von drei Familien zur Bundestagswahl, bei dem wir uns informierten. Das Wahlergebnisse mit einer so starken AfD schockierte mich dann. Jetzt wird es Zeit Stellung zu beziehen und klare Kante gegen Rechts zu zeigen. Die Grünen sind sozial, ökologisch und menschlich, innerhalb der Partei interessieren mich vor allem Konzepte zu bewusstem und nachhaltigen wirtschaften.“

Petra Schletter, 48 aus Wörth „Mit den Grünen sympathisiere ich schon immer, der letzte Kick kam dann durch die Bundestagswahl. Ich war Wahlhelferin und als ich sah, wie viele Stimmen die AfD bekommen hat, trat ich der Partei bei, gegen Rechts und für Grün.“

Alois Neumeier, 42 aus Erding „Als Ex-CSU-Wähler war für mich das Fass irgendwann voll. Nach der A94, 3. Startbahn und B15 neu hatte ich genug von der Flächenfraß-Politik und habe mich intensiver mit Parteien beschäftigt. Auch Söder ist für mich untragbar. Als ich dann auf einer Veranstaltung des Kreisverbandes mit Beate Walter-Rosenheimer, einer Grünen Bundestagsabgeordneten, geredet habe, bin ich direkt beigetreten.“

Traudel Debatin, 65 aus Erding „Schon immer hab ich Grün gewählt. Mit der Rente habe ich jetzt auch Zeit und aktuell braucht es mehr politisches Engagement. Grüne Themen müssen in den Mittelpunkt, denn den Menschen geht es besser, wenn Umwelt- und Sozialpolitik in den Fokus rücken.“

Thorsten Scharmatinat, 49 aus Forstern „Zur Bundestagswahl habe ich mir alle Parteien und ihre Kernthemen in einer Gruppe angeschaut. Da haben die Grünen am meisten überzeugt. Letztendlich war der ausschlaggebende Punkt dann die Entscheidung zur weiteren Zulassung von Glyphosat.“ Dieter Weiß, 53 aus Buch „Als Grüner Stammwähler war es an der Zeit beizutreten. Das starke Ergebnis der AfD hat dann den letzten Ruck gegeben, in einer Partei Stellung zu beziehen.“

Ulli Frank-Mayer, 60 aus Dorfen Mitglied seit 1986 und Kandidatin zur Landtagswahl 2018 „Als ich in einer Kneipe war hat mich der damalige Vorsitzende der Grünen mit guten Argumenten überzeugt. Das war zur Zeit der Antiatomkraftbewegung und es herrschte Aufbruchstimmung rund um Petra Kelly, die ein Vorbild für junge Frauen war.“

Stephan Glaubitz, 54 aus Walpertskirchen Mitglied seit 1982 und Kandidat für den Bezirkstag 2018 „Ich war damals entsetzt über die Umweltverschmutzung, Polizeigewalt, über Franz-Joseph Strauß und bin dann im Zuge der Friedensbewegung (Verweigerung) eingetreten.“

Helga Stieglmaier,62 aus Erding Mitglied seit 2000 und Sprecherin des Kreisverbandes Erding „Ich war schon immer sehr politisch und als ich mich durch meine Kinder mit gesunder Ernährung auseinandergesetzt habe, kam in dem Zuge auch das Interesse an Landwirtschaft. Feministin war ich sowieso schon. Seit meinem Eintritt begeistert mich vor Ort die Kommunalpolitik“

Christoph Sticha, 22 aus Erding Mitglied seit 2013 und Sprecher des Kreisverbandes Erding Ich war im Widerstand gegen die 3. Start- und Landebahn am Flughafen im Erdinger Moos aktiv und wollte mich breiter politisch engagieren. Zu den Grünen bin ich gegangen, weil dort Klima- und Umweltschutz mit einer sozialen, progressiven Gesellschaftspolitik vereint werden. Seitdem interessiere ich mich neben Umweltthemen vor allem für Queer- und Gleichstellungspolitik, sowie für den Einsatz gegen Rassismus, Homo-/Bi-/Transphobie und jede andere Art von Diskriminierung.