
Hier können Sie die Bewerbungsrede unseres neuen Kreisvorstandssprechers Christoph Sticha im Wortlaut nachlesen. Diese Rede brachte ihm ein einstimmiges Wahlergebnis. Sie ließ keinen Zweifel, dass er der richtige Mann für die Aufgabe ist, um neben und mit Helga Stieglmeier die nächsten Jahre neuen Schwung in den Kreisverband zu bringen. Die Unterstützung des gesamten Kreisverbands ist ihm gewiss.
Liebe Freundinnen, liebe FreundeVor zwei Jahren stand ich zum ersten Mal hier. Damals war ich ganz neu, wusste noch gar nicht so viel über Politik und wollte mich hier bei den Grünen mal umschauen, nach Möglichkeit einbringen und die Grünen hier in Erding kennen lernen. Damals habt ihr mir bereits großes Vertrauen entgegengebracht und mich sofort als Beisitzer in den Kreisvorstand gewählt. Seit dem ist viel passiert. Politik nimmt mittlerweile den größten Raum in meiner Freizeit ein. Ich durfte vier Wahlkämpfe miterleben und mitgestalten. Manche waren sehr erfolgreich, manche nicht ganz so. Aber wenn ich mir anschaue, wie wir bei den Kommunalwahlen punkten konnten, wie wir in einigen Gemeinden auf den ersten Versuch den Sprung in die Gemeinderäte geschafft haben, wie wir fast überall unser Ergebnis noch deutlich verbessern konnten, dann sehe ich, hier ist noch großes Potenzial im Landkreis!Das freut mich. Es freut mich zu sehen, wie grüne Ideen hier vor Ort ankommen und mitgetragen werden. Es freut mich zu sehen, wie uns Grünen auch hier vor Ort das Vertrauen entgegengebracht wird. Wenn ich an eine 3. Startbahn denke, wenn ich an das wunderschöne Isental denke oder an die Nordumfahrung hier in Erding, dann sind es immer wir Grüne, die sich für die Belange der Menschen einsetzen!Das ist schön. Es ist schön, wenn Menschen endlich erkennen, dass diese schwarzen Betonköpfe mit ihrer gestrigen Politik unsere Umwelt und damit nachhaltig unsere Lebensgrundlage zerstören.Es macht mich stinksauer, zu sehen, wie ein Landrat versucht, Windkraftanlagen im Landkreis zu verhindern. Wie die CSU in Bayern und die Große Koalition im Bund mit allen Mitteln die Energiewende sabotiert und ausbremst. Es kann doch nicht sein, dass es für Windräder eine 10H-Regelung gibt, es gleichzeitig aber völlig in Ordnung ist, dass ein Flughafen die Existenz tausender Menschen bedroht.
Es macht mich stinksauer, zu sehen, wie alte Rollenbilder weiter gefördert werden, wie Frauen noch immer weniger Geld verdienen als Männer und strukturell benachteiligt werden. Es macht mich sauer, wie hier in Bayern mit unserer Umwelt umgegangen wird. Es macht mich sauer, wie Lesben und Schwule noch immer gesetzlich diskriminiert und ausgegrenzt werden.Und es schockiert mich zutiefst, wie rechte Tendenzen sich immer mehr in unsere Gesellschaft einschleichen. Ich denke hier an die AfD, die es mit ihren menschenverachtenden Ansichten schafft, Sitze in Parlamenten zu holen. Ich denke hier an die Republikaner, die es mit ihren Fremdenfeindlichen Ansichten schaffen, hier im Landkreis zwei Sitze im Kreistag zu besetzen.Hier kommt in vielen Punkten einiges an Arbeit auf uns zu. Insbesondere Letzteres sind Tendenzen, denen wir uns entschieden entgegenstellen müssen.Natürlich können wir nicht einfach in den Bundestag rennen und ein paar Gesetze ändern, aber wir können etwas in meinen Augen viel wichtigeres. Wir können hier vor Ort auf die Straße gehen und Menschen informieren und überzeugen. Wir können hier in den verschiedenen kommunalen Gremien zeigen, dass Grüne Ideen eine reale Alternative bieten. Wir müssen hier im Landkreis, in den einzelnen Gemeinden zeigen, wofür wir stehen und eine soziale, gerechte, umweltfreundliche Grüne Politik machen.Dafür brauchen wir starke Grüne vor Ort. Ich denke da an Erding und Isen, wo sich vor kurzem neue Ortsverbände gegründet haben. Ich denke an Dorfen, wo bereits seit langer Zeit sehr engagierte Grüne aktiv sind und für unsere Ideen streiten. Und ich denke auch an Gemeinden wie Finsing, Walpertskirchen, Wartenberg, Forstern, Lengdorf, Ottenhofen oder Wörth. In vielen Gemeinden sind schon einzelne Grüne aktiv, die dringend die Unterstützung des Kreisverbandes brauchen.Wir müssen hier im Landkreis in die Fläche gehen. Weitere Ortsverbände gründen und unsere Rätinnen und Räte in den Gemeinden, in denen sie teilweise Einzelkämpfer in den Gemeinderäten sind, gezielt unterstützen.
Wenn ich an meine erste Kreisversammlung von vor 2 Jahren hier denke, dann erinnere ich mich auch, dass ich hier doch mit einem gewissen Abstand der Jüngste war. Jetzt bin ich 19 und ich schaue mich hier um und ich bin nicht mehr der Jüngste!Wir haben gemeinsam vor einem Jahr die Grüne Jugend reaktiviert und wollen gemeinsam daran arbeiten, Politik auch für junge Menschen wieder interessant und attraktiv zu machen. Und das möchten wir nicht, indem wir am Wochenende mit Jugendlichen saufen gehen, wie das manche andere Parteien durchaus praktizieren. Nein, wir wollen junge Menschen für Politik begeistern und zeigen, dass Gleichstellung, Umweltschutz, der Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus und ja, auch eine sinnvollere Drogenpolitik, Dinge sind, die uns alle etwas angehen und insbesondere auch für junge Menschen von großer Bedeutung sind.Ich möchte als Sprecher des Kreisverbandes die wahlkampffreie Zeit nutzen, um mit euch unsere Strukturen zu festigen und zu erweitern. Ich möchte diese Zeit nutzen, um inhaltliche Debatten zu führen, um mit euch allen gemeinsam zu diskutieren und unsere Ideen weiterzuentwickeln. Und ich möchte mit einer weiter wachsenden Grünen Jugend auch wieder frischen Wind und junge Ideen in unsere Partei bringen.Ich würde mich freuen, wenn ich mit eurer Unterstützung weiter an unserem Kreisverband und unseren gemeinsamen Zielen arbeiten darf.Deshalb bitte ich euch um eure Unterstützung und euer Vertrauen!Danke!